Die 1. Sprechstunde

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Am Montag, den 26.1.2015, haben wir die erste “Sprechstunde” gehalten. Die werden wir regelmässig anbieten.

Eine reine Audioversion folgt.

Erste Infos zu unserem Vorhaben finden sich hier, diverse Punkte zu den geplanten Sendungen hier und einige häufige Fragen beantworten wir in diesem FAQ.

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11 thoughts on “Die 1. Sprechstunde

  1. ### Tragfähiges Finanzierungsmodell

    Das bedeutet meiner Meinung nach nicht nur eine durch ein einmaliges Crowdfunding temporär gesicherte Finanzierung für einen festgelegten Zeitraum, bspw. fürt die ersten sechs Monate (“Anschubfinanzierung”), sondern darüber hinaus durch ein Abomodell, monatlich kündbar. Warum? Lehre aus den Krautreportern, die zwar eine einmalige Finanzierung hinbekommen haben, aber nun “live” vor die Wand fahren, weil sie keine Anreize durch ein Abomodell mit der Gefahr von Kündigungen durch ihre Abonnenten bei schlechter Qualität des Projekts haben, Leserinnen zu halten, geschweige denn neue Leser zu gewinnen. Viele Leserinnen befinden sich bei Krautreporter bereits in der geistigen Emigration, haben sich angesichts der journalistisch volatilen Qualität der Beiträge schon von KR verabschiedet, können aber nicht “weg”, weil sie bereits für ein Jahr gezahlt haben. Ein über die bloße Anschubfinanzierung hinausgehendes (Finanzierungs-)Modell durch Incentives oder “Checks and Balances” (beispielsweise stehen regelmäßig schlechte Sendungen des Senders ebenso regelmäßigen Abokündigungen gegenüber, es besteht also bereits der monetäre Anreiz, gleichmäßig gute Sendungen zu produzieren), also ein Anreizsystem für den Sender und seine Macher, aber auch für die Abonnenten, für eine gleichmäßig hohe Qualität bei den Sendungen und damit für einen gewissen Hörerinnenstamm mit mindestens mäßigem Wachstum zu sorgen, scheint mir unumgänglich. Der Sender sollte hier also insofern einen anderen Weg gehen als die KR (Crowdfunding und dann nach uns die Sintflut), auch als Abonnent (oder auch Genossenschaftlerin) stelle ich mich schon jetzt auf monatliche Abogebühren ein. Wie toll sich der Sender entwickeln wird hängt ganz entscheidend von seiner zukünftigen Finanzierung ab, nicht von Supidupi-Kommentaren auf Twitter oder sonstwo, nein, entscheidend muss hier die Summe auf dem Konto sein. Ein Abomodell muss ja nicht bedeuten, dass ihr Inhalte (z.B. nach dem ersten Ausstrahlen oder Streamen) nicht auch hinterher auf Youtube oder sonstwo kostenlos zugänglich macht. Mir geht es da um den Grundsatz des Anreizmodells auf Seiten der Zahler “dabei zu sein” und auf Seiten der Macherinnen, dadurch gute Qualität abliefern zu können.

    ### Sendungen:

    1. Literatur: Ich fände es wirklich toll, wenn es endlich mal wieder eine gute Literatursendung (Audio/Video) geben würde, bei der ernsthaft (im Sinne einer Literaturkritik) über Bücher diskutiert wird. Nicht im Sinne eines Daumen rauf, Daumen runter übrigens, also Heidenreich-Stil, sondern mehr so, wie das [hier](http://www.buchmarkt.de/content/61191-das-sonntagsgespraech.htm) geschildert wird und dem Trend der Trivialisierung des Feuilletons etwas entgegengesetzt wird. Hier könnte ich mir gut als Format eine Diskussion im Studio vorstellen oder auch einzelne anregende Beiträge. (Bitte keine Imitation des Literarischen Quartetts etc.)

    2. Wirtschaft: Eine Sendung, die irgendwo zwischen den wirtschaftstheoretisch höchst einseitigen Publikationen der veröffentlichten Meinung des Mainstreams vom neoliberalen Hardcore (z.B. FAZ) und linker Wirtschaftstheorie eine Linie findet, und andere “abweichende” Meinungen (z.B. Flassbeck) zu Wort kommen lässt. Auch hier ist wieder vieles möglich, von einzelnen Features, über Diskussionen bis hin zu Einzelinterviews.

    3. Reportage/”der Sender unterwegs/vor Ort”: keine vielen Worte, wer noch die hervorragende dreistündige Sendung von Philip Banse beim Tierarzt in Bayern oder seinen Besuch auf dem Teufelsberg im Ohr hat, weiß was hiermit gemeint ist. Fuck yeah!

    Ich belasse es mal bei diesen drei Punkten, ihr habt ja noch mehr (Politik usw.) vor, aber diese drei Dinge stehen sozusagen auf mein Wunschliste ganz oben.

    Nochmal, bitte nehmt regelmäßig Geld von uns jenseits des Corwdfundings und vor allem: Versprecht im Rahmen des Crowdfunding nichts, was ihr hinterher nicht einlösen könnt.

    Ein Wort zur Kommunikation mit den Userinnen: Grundsätzlich überschätzt, aber macht das bitte nicht so wie die Krautreporter, denen man alles aus der Nase ziehen muss und dann einen auch noch ewig warten lassen, wenn man mal ne Frage hat, sondern lieber: Wenn ihr Kommunikation versprecht, dann so einfach, so schnell, so ehrlich und so klar wie möglich.

    Ach ja: Ich möchte bitte regelmäßig Geld an Euch zahlen, ok? :-)

  2. Äh…
    …wenn man schon Talk per Video macht, sollte man darauf achten dass das Gesicht des Talkers zu sehen ist und nicht zur Hälfte vom Pop-Schutz verdeckt wird.

    Sonst: Sehr gute Idee, wie ich finde! :)

  3. Ich hoffe, dass Ihr in Zukunft seltener “Facebook”, “Youtube” und “Google” sagt. Von wegen “von der Werbung emanzipieren” und so. ;) Euer Modell ist doch prädestiniert dafür, nicht für amerikanische Großkonzerne, die fragwürdige Geschäftsmodelle verfolgen, Werbung zu machen.

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